Ganztagsgrundschule Uhlstädt

  • „Kindgemäße Entwicklung, kindgerechtes Lernen brauchen mehr Zeit, als an Schulen üblicherweise zur Verfügung steht, denn Schule ist mehr als Unterricht.“(„Handbuch Ganztagsschule“ St. Appel)

 

Veränderte Schuleingangsphase

Auf diesen Seiten möchten wir Ihnen das Thema “Veränderte Schuleingangsphase” vorstellen. Die Elternvertretung, der Fördrverein unserer Schule und die Schule selbst stehen dem Thema zwar offen aber auch kritisch gegenüber. Auch in einer Diskussionsrunde mit dem Schulamt und Volker Emde (MdL) konnten uns keine klare Antworten gegeben werden, das diese Schuleingangsphase gegenüber unserem Schulkonzept ein besseres Ergebnis erzielen kann, wie die personellen Ressource aufgestockt bzw. eingesetzt werden können und wie die Förderung für z.B. “begabte” nach der 4. Klasse weitergehen soll.

Lesen Sie die Informationen selbst und bilden sich Ihre Meinung:

Transferprojekt BeSte

Die integrative, jahrgangsgemischte und flexible Schuleingangsphase zählt zu den wichtigsten Schulentwicklungsvorhaben in Deutschland. Gezielt arbeitet der Freistaat Thüringen seit 1997 an dieser Unternehmung. Nach der entsprechenden gesetzlichen Fundierung steht aktuell der landesweite Transfer der in Vorläuferprojekten ausgearbeiteten und erprobten Schuleingangsphase auf der Agenda. Dafür hat das Thüringer Kultusministerium 2005 das Transferprojekt “BeSTe” (Begleitete Schuleingangsphase in Thüringen entwickeln) etabliert, das mit schulindividueller Unterstützung durch spezielle Schulent- wicklungsberater (“Tandems”) und unter wissenschaftlicher Begleitung durch Prof. Dr. Ursula Carle und Dr. Heinz Metzen von der Universität Bremen die Gelingensbedingungen für die landesweite Implementation der Schuleingangsphase heraus arbeiten soll.

In jedem Schulamt wurden ein oder mehrere Tandems etabliert, die die Verbreitung im Schulamt voranbringen sollen. Die Projektleitung am ThILLM hält die Fäden zusammen und unterstützt durch Fortbildungsangebote und Foren eine landesweit abgestimmte Entwicklung.

Die Projektleitung am ThILLM hält die Fäden zusammen und unterstützt durch Fortbildungsangebote und Foren eine landesweit abgestimmte Entwicklung. Das Transferprojekt wird wissenschaftlich begleitet durch Prof. Dr. Ursula Carle und Dr. Heinz Metzen von der Universität Bremen. Die Ergebnisse der Wissenschaftlichen Begleitung werden im Herbst 2008 hier veröffentlicht.

Mitte 2007 wurden in einem projektinternen, nichtpublizierten Projektausgangsbericht von der Wissenschaftlichen Begleitung die bisherigen Umsetzungs-Erfahrungen, die künftigen Erfolgsaussichten und einige notwendige Kurskorrekturen vorgelegt. Die Ergebnisse der Wissenschaftlichen Begleitung werden im Herbst 2008 hier veröffentlicht.

Die Ziele der integrativen, jahrgangsgemischten und flexib-len Schuleingangsphase

Das pädagogische Ziel der Schuleingangsphase ist kurz gefasst die bestmögliche Entwicklung jedes Kindes. Alles was wir wissen, deutet darauf hin, dass die Förderung dieser Entwicklung nicht früh genug anfangen kann. Entsprechend gewinnt die frühe Bildung weltweit wie in Deutschland zunehmend an Bedeutung. Zwei große Vorhaben kennzeichnen diesen Wandel in Deutschland: Zum einen die fachliche und professionelle Entwicklung der Elementarbildung (u. a. Bildungsrahmenpläne, Hochschulstudium für ErzieherInnen) und zum anderen die grundlegende Umgestaltung der Grundschule durch die integrative, jahrgangsgemischte und flexible Schuleingangsphase.
Die neue Schuleingangsphase hat aber nicht nur Bedeutung für die Grundschule, sondern zählt darüber hinaus zu den wichtigsten und anspruchsvollsten Schulentwicklungsvorhaben in Deutschland. In ihr entwickelt sich die Praxis der neuen Schule. Traditioneller Unterricht kann sehr gut sein, aber differenzierte Lernangebote in der Stammgruppe einer integrativen und jahrgangsgemischten Schuleingangsphase erreichen das einzelne Kind noch besser. Sehr guter Unterricht in traditionellen Schulformen berührt sich in Vielem mit den Inhalten, Formen und Methoden der neuen Schuleingangsphase. Je besser der Unterricht in einer Grundschule ist, je intensiver mit Eltern und Vorschuleinrichtungen kooperiert wird, umso leichter fällt die Umgestaltung hin zur Jahrgangsmischung, zur Integration aller Kinder in eine Lern-gemeinschaft und zur Flexibilisierung der Durchlaufzeiten. Das Neue der Schuleingangsphase wirkt deshalb nicht nur in den Klassen 1 und 2. Weder verlieren die Schülerinnen und Schüler ihr Fachwissen wie ihre Sozial- und Arbeitskompetenzen, noch können sich die Lehrkräfte im traditionellen Klassenverband den Impulsen ihrer Schüler verschließen.
Der Unterricht in der Schuleingangsphase löst nicht alle Probleme, aber er ermöglicht der Lehrerin mehr Zeit für das einzelne Kind zu haben. Das Kind fühlt sich stärker beachtet. Jedes Kind in der Schuleingangsphase hat das Gefühl, es ist hier herzlich willkommen. Deshalb hat der Bundeselternrat in einem Papier vom 19. März 2006 den Aufbau einer flexiblen Schuleingangsphase in allen Grundschulen gefordert. Die neue Schuleingangsphase stellt ein geeignetes Rahmenkonzept für die pädagogische Nutzung der Vielfalt der Kinder bereit. Das Erfolgsrezept für die Schaffung dieser Rahmenbedingungen setzt pädagogisches Können voraus sowie eine Grundeinstellung, die Vielfalt für gut hält. Es gibt viele Eltern und Lehrkräfte außerhalb von Schuleingangsphasen-Schulen, die Bedenken gegenüber diesen Ansprüchen hegen, aber es gibt kaum jemand innerhalb der Schuleingangsphasen-Community, die noch einmal zurück wollten zum traditionellen Unterricht.
Im schulischen Leben und Arbeiten der integrativen Schuleingangsphase spielen Kooperation und soziales Lernen eine herausragende Rolle. Dies gilt für Lehrkräfte, Eltern und au-ßerschulische Einrichtungen, insbesondere aber für das Lernen der Kinder. Kein Kind wird alleine gelassen, weder als Zurückgestellte, noch als Klassenüberspringer, weder beim Ler-nen, noch beim Spielen. Vor allem das Lernen erfolgt – wo immer sinnvoll – in der Gemeinschaft. Diese hilft sich, spornt sich an und reflektiert die individuellen Lernwege wie die Produkte dieses Lernens. Diese Kooperation und das soziale Lernen sind doppelt wichtig. Sie unterstützen eine ehrgeizige Arbeitshaltung und sie vermitteln die für die moderne Gesellschaft immer wichtiger werdenden sozialen Kompetenzen. Jeder, der eine jahrgangsgemischte und integrative Schuleingangsphase besucht, sieht dies und alle wissenschaftlichen Untersu-chungen zur Schuleingangsphase bestätigen diesen Eindruck.
Der Freistaat Thüringen arbeitet seit 1997 gezielt an diesem grundlegenden und langfris-tigen Unterfangen. Das bildungspolitische Ziel dieses Schulentwicklungsvorhabens ist die Schaffung der schulischen, professionellen und wissenschaftlichen Bedingungen zur Ermöglichung einer bestmöglichen Entwicklung der Kinder. Nach dem bisherigen Stand der Erkennt-nisse, vor allem aus dem Schulversuch “Veränderte Schuleingangsphase”, lässt sich dieses Ziel im Kern dadurch erreichen, dass für den jeweiligen Entwicklungsstand des Kindes ein geeignetes Lernangebot bereit gestellt wird.
Nach der entsprechenden gesetzlichen Fundierung steht nun die landesweite Umsetzung der in Vorläuferprojekten ausgearbeiteten und erprobten Schuleingangsphase auf der Agenda. Dafür hat das Thüringer Kultusministerium das Transferprojekt “BeSTe” (Begleitete Schuleingangsphase in Thüringen entwickeln) etabliert. BeSTe soll mit schulindividueller Unterstützung durch spezielle Schulentwicklungsberater (“Tandems”) und unter wissenschaftlicher Begleitung durch Prof. Dr. Ursula Carle von der Universität Bremen die Gelingensbedingungen für die landesweite Einrichtung der Schuleingangsphase herausarbeiten. Das Akronym “BeSTe” transportiert den pädagogischen Anspruch, nämlich die Schaffung schulischer Bedingungen für die bestmögliche Entwicklung jedes Kindes und auch die Umsetzung dieses Zieles durch die bestmögliche Entwicklung jeder Grundschule in Thüringen. Allen Beteiligten, Verantwortlichen und Interessierten ist klar, dass die Umsetzung der integrativen Schul-eingangsphase nicht von heute auf morgen zu machen ist. Sie erfordert einen langen Atem und viele Mitwirkende – so wie die Bildung und Erziehung der Kinder auch.

Werbung

myToys.de - Die Kinderwelt im Internet

Empfehlung

Bildergalerie der Grundschule Uhlstädt

Bildergalerie

Eindrücke von den vielen Veranstaltungen und Wandertage seht ihr hier.

Galerie

Bildergalerie der Grundschule Uhlstädt

Schülerzeitung

Hier kann man Berichte und Reportagen der vergangenen Ausgaben nachlesen

Schülerzeitung