Ganztagsgrundschule Uhlstädt

  • „Kindgemäße Entwicklung, kindgerechtes Lernen brauchen mehr Zeit, als an Schulen üblicherweise zur Verfügung steht, denn Schule ist mehr als Unterricht.“(„Handbuch Ganztagsschule“ St. Appel)

 

Uhlstädt feiert sein 925jähriges

Uhlstädt feiert das gesamte Jahr 2008 sein 925jähriges Ortsjubiläum. Dies war für uns der Grund, uns auf die Suche nach dem Anfang unserer Schule zu machen und dieser führte uns weit zurück in die Geschichte bis in das Jahr 1533.
Bericht: Anne

Schulklasse in Uhlstädt um 1910

Die erste Erwähnung der Schule Uhlstädt war 1533 in den Akten der Kirchenvisitation, 1528 im Amt Altenburg. Eine erste Notiz über das Vorhandensein einer Schule in Uhlstädt erreicht uns bei einer 1672 durchgeführten Schulvisitation. Das erste bekannte Schulgebäude aus dem 17. Jahrhundert hat nach Angaben des Lehrer Hermann Opel in seiner 1959 an die Gemeinde übergebene Chronik auf dem alten Friedhof (Gottesacker) südlich der Kirche gestanden. Er gibt an, dass das Gebäude zwischen der Straße und dem Weg nach Partschefeld, rechts vom Wege, der vom Westtor quer durch den Gottesacker in südlicher Richtung führte.
Das Beispiel der Dorfschule, auf der wehrhaften Kirchmauer errichtet, gibt vergleichsweise den Standard auch der Uhlstädter Schule wieder. Die Dorfschulen waren meist kleine Gebäude, in welchen der Dorfschulmeister wohnt und auch noch Räumlichkeiten für die Unterrichtsgestaltung hatte.
In der Ortschronik wurde ausgesagt, dass 1698 die Gesamtschülerzahl in Uhlstädt 27 betrug, 13 Knaben und 14 Mädchen. In der ersten Klasse befanden sich keine Schüler, der Lehrer bemerkte dazu: “Weis anitzo noch keines, welches in diese Claße tüchtig“. Die zweite Klasse zählte 9 Schüler und die dritte Klasse hatte 18 Kinder.
Auf Grund der steigenden Schülerzahlen machte sich der Bau einer neuen Schule in Uhlstädt  erforderlich. Die Gemeinde kaufte 1843 ein gehöft für 450 Taler. (Taler , Silbermünze, in Sachsen durch den Kurfürst von Sachsen um 1500 eingeführt = Joachimstaler) Der Ausbau dieses gehöftes zur Schule erfolgte im Jahr 1845 und kostete 3920 Taler. Eingeweiht wurde diese Schule am 6. Oktober 1846.
Klassenfahrt mit Lehrer Bräutigam - 1938Die Trennung der Schule in eine Knaben- und eine Mädchenschule mit je 2 Klassen wurde ab 1850 versuchsweise und nach dem Tod von Senior Reichardt am 24. Januar 1854 definitiv eingeführt. Die Trennung in Jungen und Mädchenklassen war nur von 10 jähriger Dauer, dann wurden wieder gemischte Klassen gebildet.
Die nunmehr alte Schule hinter der Kirche wurde 1905 für 9000 Mark von der Konsum- und Produktionsgenossenschaft Uhlstädt gekauft. Nach einem Umbau eröffnete in dem Gebäude am 15. Juni 1905 der Genossenschaftsladen.
Die Schülerzahlen stiegen in den nächsten Jahren weiter stark an, so dass 1911 bereits wieder Klassenzimmer angebaut werden mussten. Auch die ehemaligen Lehrerwohnungen im ersten Stock wurde bald zu Klassenräumen umgebaut, dafür entstanden unter dem Dach des Schulhauses die neuen Lehrerwohnungen.
Die alte Schule in Uhlstädt1949 wurde die Schule mit dem Namen „Heinrich Heine“ geehrt. Die Schule erfüllte ihre Aufgaben bis zum Jahr 1987 mehr oder minder gut. Das Hauptproblem nach 1945 war der Mangel an Unterrichtsräumen. Durch die Zusammenführung der kleineren Dorfschulen der näheren Umgebung nach Uhlstädt war die Notwendigkeit für den Bau einer neuen
Polytechnischen Oberschule, welche die Schulbildung bis zur Mittleren Reife absicherte, notwendig. (10 Klassenabschluss).
Im Jahr 2005 wurde dann das stark sanierungsbedürftige Schulgebäude abgerissen und im August 2005 das jetzige neue Schulgebäude übergeben. Nur die Turnhalle muß nun noch saniert werden.

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